"Das Buch neu denken”
In Kooperation mit dem Bildungsverlag Cornelsen werden die digitalen Möglichkeiten untersucht, das Buch als Medium neu zu denken. Die Studierenden der „New Media Studio Class” untersuchen und experimentieren mit den Möglichkeiten das Buch durch visuelle Codes zu verlinken; durch Sensorik neue Interaktionen zu ermöglichen; das Buch als Objekt neu zu modellieren und personalisierte Schulbücher zu denken. Anhand von Prototypen, wie elektronischen Origami-Papier oder einem interaktiven Periodensystem, werden die Ergebnisse vorgestellt.


„Rethink the book”
In cooperation with the schoolbook publisher Cornelsen Verlag a student group of the „New Media Studio Class” experimented with the digital possibilities to think anew the book as media. They linked the book by visual codes with methods of "Augmented Reality". They embeded sensor technology for new forms of interaction and used new methods of production engineering like "laser cutting" to model the book as an object or to publish personalized schoolbooks. In the exhibition they show several prototypes like electronic origami paper or an interactive periodic table.

Contact: Prof. Kora Kimpel, kkimpel@udk-berlin.de

Ausgelesen

WEISSES BUCH

Lesen ist eine selbstverständliche Tätigkeit. Was jedoch geschieht mit den Wörtern, deren Inhalt wir so selbstverständlich ablesen und in uns aufnehmen?

 Die Arbeit ausgelesen will auf die Faszination und Philosophie des Leseprozesses aufmerksam machen. 

Das weiße Buch enthält die ersten beiden Kaptiel aus Franz Kafkas “Der Prozess”. 

Anfangs normal lesbarer Text, beginnen einzelne Buchstaben und schließlich 

ganze Wörter zu verschwinden. Sie verschwinden nach Wortgruppen, bis nur der 

ausgeschnittene Satzspiegel übrig bleibt.


SCHWARZES BUCH

Das schwarze Buch bildet das Negativ zum weißen Buch. In ihm sind die ausgeschnittenen Wörter gesammelt, jedoch wirr und für sich alleine stehend, ohne Zusammenhang. 

Öffnet man das Buch, beginnt eine Stimme vorzulesen. 

Der Text besteht aus den ausgeschnittenen Wörtern des ersten Buches. Er klingt abgehakt und macht zunächst keinerlei Sinn.Je weiter er jedoch voranschreitet, je mehr Wörter aus dem ersten Buch ausgelesen wurden, desto mehr ergibt sich beim Zuhören 

nach und nach ein Zusammenhang. Schließt man das Buch, verstummt die Stimme.

Keines der beiden Bücher kann für sich alleine stehen, sie sind nur zusammen “lesbar”.

Contact: Stefanie Kolb

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